Pfizer kauft Wyeth

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Inmitten der Finanzkrise brodelt es unter der Oberfläche. Die US-Pharmabranche konnte ein Mega-Deal abschließen. Demnach kauft der weltweit führende Pharmakonzern Pfizer seinen Konkurrenten, Wyeth. Der Preis für die Übernahme beträgt 68 Milliarden US-Dollar, dieser Betrag entspricht 52 Milliarden Euro. Natürlich geht eine solche Übernahme mit Abstrichen einher. So werden rund 10% der Stellen abgebaut und 5 Werke stehen vor der Schließung. Der Kaufpreis wird sich zum Teil aus Bargeld und zum Teil aus Aktien zusammensetzen. Für die erforderlichen Barmittel wurde ein Bankenkredit in Höhe von 22,5 Milliarden Dollar in Anspruch genommen. Die beiden Unternehmen kommen im Jahr 2008 gemeinsam auf einen Umsatz von 71 Milliarden Dollar, aus dem sich ein Gewinn von  13 Milliarden Dollar ergibt.

Die beiden Unternehmen stellen sich nun an die Spitze der Hersteller von Biopharmaka. Pfizer-Chef Jeffrey Kindler betonte, Wyeth sei der perfekte Partner für den Zusammenschluss zweier Unternehmen. Der Zusammenschluss beider Konzerne soll den Zugang zu neuen Medikamenten ermöglichen. Angesichts der Tatsachen, dass Pfizer, wie auch Wyeth durch die kostengünstige Generika unter enormen Druck stehen, wird dieser Zugang zu den neuen Medikamenten auch notwendig. Im Jahr 2011 verliert Pfizer den Patentschutz für das Medikament Lipitor – ein Blutfettsenker – und muss so mit einer Verminderung der Einnahmen durch dieses Medikament rechnen.

Die Finanzkrise macht solche und ähnliche Geschäftsübernahmen schwer. Pfizer bildet hier eine Ausnahme. Der Grund dafür ist die enorme Finanzkraft, aufgrund der Konzerngröße, die hier zur Verfügung steht. Auch die Aktienmärkte um beider Unternehmen konnten Bewegungen feststellen. So zahlte Pfizer 50,19 US-Dollar je Wyeth-Aktie. Dies ist eine Steigerung von 29%. Die Aktionäre von Wyeth halten in Zukunft 16% der Aktien am Unternehmen. Wyeth-Chef Bernard Poussot bleibt erstmal an der Spitze des Unternehmens, nach einer Übergangszeit wird er jedoch die Spitze verlassen.

Pfizer sorgte bereits in der Vergangenheit durch Zusammenschlüssen für Aufsehen. So übernahm Pfizer im Jahr 2003 den Konkurrenten Pharmacia. Hier betrug der Kaufpreis 64 Milliarden Dollar. Solche Zusammenschlüsse sind also keine Seltenheit, sie finden sich in nahezu allen Branchen. In der Pharmaindustrie sorgen sie jedoch meist für ein größeres Aufsehen.

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