Die Zahl der Männer, die die Belastung der Verhütung den Frauen abnehmen wollen, steigt. Dies veranlasste die medizinische Forschung dazu, nach einer Möglichkeit der männlichen Verhütung zu suchen. Nun scheint der Erfolg nicht mehr weit zu sein. In etwa 3 Jahren soll die Anti-Baby-Spritze für den Mann an den Markt kommen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO testet das Verhütungsmittel an 50 Paaren. Die Forscher meinen, die Wirkung der Spritze käme der Durchtrennung der Samenleiter gleich. Allerdings wird das Verhütungsmittel nicht in Form einer Pille, wie für Frauen die Anti-Baby-Pille, zu Anwendung kommen, sondern in Form einer Spritze. Sie enthält eine bestimmte Dosis Testosteron, die dem Mann von Außen zugeführt wird. Die Wirksamkeit läge darin, dass da Testosteron nicht von den Hoden produziert, sondern von Außen zugeführt wird, keine Samenzellen mehr produziert werden.
Bedenken, dass sich der Körper durch die Zuführung des Testosterons verändern würde, sind unbegründet. Die Dosis entspricht der Menge des Hormons, die der Mann ohnehin selbst produzieren würde. Auch die Angst um die Zeugungsunfähigkeit kann den Männern genommen werden. Die Spritze wird alle 8 Wochen verabreicht, nach Absetzung der Hormonzugabe ist der Mann binnen wenigen Monaten wieder voll zeugungsfähig. Der Preis lehnt sich in etwa an die Preise, die die Anti-Baby-Pille für die Frau im Schnitt kostet. Für viele Männer besteht also die Möglichkeit, ihren eigenen Kinderwunsch zu kontrollieren. Viel zu oft kommt es zu unerwünschten Schwangerschaften, weil man, bzw. die Frau die Pille vergessen hat, oder diese aus welchen Gründen auch immer in der Wirkung versagt. Dieser Aspekt diente sicherlich auch als Leitgedanke für die Suche nach Verhütungsmethoden für den Mann. Der Aspekt der Rücksichtsnahme, wie anfangs erwähnt, tritt dabei keineswegs in den Hintergrund.