Eine Verhaltenstherapie ist in vielen Fällen das Mittel der Wahl, vor allem wenn es um bestimmte psychische Probleme geht. Die Lebensqualität wird deutlich verbessert, die Betroffenen lernen im Rahmen der Therapie mit bestimmten Situationen umzugehen, ohne dabei auf Grundeis zu laufen. Nun können auch Betroffene, die in ihrem Liebesleben nicht so richtig klarkommen, aufatmen. Eine Verhaltenstherapie soll auch auf das Liebesleben und auf die gesamte Sexualität eine überaus positive Wirkung haben. Sexuelle Störungen haben häufig ihre Ursachen in Angststörungen und Depressionen. Patienten, die aufgrund ihrer psychischen Störungen an einer Verhaltenstherapie teilnahmen berichteten in fast allen Fällen, dass auch das Liebesleben neuen Schwung bekam. In den Fällen, wo die Patienten eine positive Veränderung ihres Sexuallebens durchlebten, beschrieben sie eine Verbesserung der Orgasmusfähigkeit und der sexuellen Lust allgemein. Angstzustände und Depressionen zählen mittlerweile zu den Volkskrankheiten. Immer mehr Betroffene suchen professionelle Hilfe bei einem erfahrenen Psychotherapeuten. Obwohl die genauen Gründe für den Zusammenhang zwischen Psychotherapie und verbessertem Liebesleben noch im Nebel hängen, wird vermutet, dass die zunehmend positive Lebenseinstellung durch eine erfolgreiche Psychotherapie auch auf die Intimbeziehung der Betroffenen eine positive Wirkung haben könnte. Wer sich in seiner Haut wohl fühlt, und sich entspannen kann, kann auch Sex besser und intensiver genießen.
Psychotherapeuten werden von den Studienautoren ermutigt, Sex keineswegs als Tabuthema anzusehen, sondern versuchen, mit dem Patienten offen darüber zu sprechen. Natürlich ist dies nur möglich, wenn die Patienten selbst ein sehr offenes und vertrautes Verhältnis zu ihrem Therapeuten aufbauen können. Im Rahmen einer Verhaltenstherapie sollten Patienten klargemacht werden, dass sexuelle Störungen durchaus als Begleiterscheinung von anderen psychischen Erkrankungen, oder Störungen auftreten können. Nur so kann festgestellt werden, ob für den Patienten auch eine eventuelle sexualtherapeutische Hilfe, oder andere medizinische Maßnahmen als sinnvoll betrachtet werden können.