Amerikanische Wissenschaftler machen nun auch Frauen Hoffnung. Tierversuche haben ergeben, dass Viagra und Co auch beim weiblichen Geschlecht eine bessere Durchblutung der Geschlechtsorgane ermöglicht und so die Chance auf einen Orgasmus bietet. Bisher waren Wirkstoffe, wie Sildenafil, Tadalafil, und Vardenafil nur für Männer mit Erektionsproblemen zugänglich. In einer deutlich geringeren Dosierung soll der Wirkstoff Sildenafil (Viagra) auch bei Frauen den gewünschten Effekt hervorrufen. Voraussetzung jedoch für die Verwendung wäre der Nachweis, dass die sexuelle Störungen der Frau auf eine mangelnde Durchblutung von Vagina und Klitoris zurückzuführen sind. Dies ist ein wichtiger Punkt. Natürlich würden die Vorschriften für eine umfassende gesundheitliche Untersuchung auch für die Frau zutreffen, die sich Viagra verschreiben lassen möchte. Die Nebenwirkungen von Viagra und Co sind schließlich nicht zu vernachlässigen. Zudem sei es wichtig, vor Augen zu halten, dass Frauen völlig anderes, als Männer auf die genannten Wirkstoffe reagieren. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb Viagra, Cialis und Levitra bisher nur Männern verschrieben wurde. Es gab bisher ausreichende Studien darüber, wie Frauen genau auf die Wirkstoffe der genannten Pillen reagieren.
Die Wirkstoffe wurden nun an männlichen und weiblichen Ratten getestet. Das Ergebnis ist zwar überraschend, aber nicht ganz so verblüffend. Bekannt ist, dass diese so genannte PDE-5-Hemmer die zu den Genitalien führende Arterien entspannen, ein Umstand, der bei Männern eine Erektion begünstigt. Da es aber auch durchaus Frauen gibt, die aufgrund mangelnder Durchblutung an sexueller Dysfunktion leiden, war die Idee naheliegend, Viagra auch in diesem Bereich zu testen.