Lexikon: Alkaloide

Alkaloide sind meist basische Verbindungen des Sekundärstoffwechsels, die auf den menschlichen Organismus wirken. Ursprünglich wurden Alkaloide nur aus Pflanzen gewonnen. Das erste Alkaloid war das Morphin, welches 1806 aus Klatschmohn gewonnen wurde. Später fand man heraus, dass diese auch aus anderen Organismen wie Pilzen oder Tieren gewonnen werden kann. Alle Alkaloide haben jedoch zwei Dinge grundsätzlich gemeinsam. Sie wirken direkt auf den menschlichen Organismus und sind bei einer Überdosierung giftig. Heinrich Emanuel Merck begann im Jahre 1827, Alkaloide auch chemisch herzustellen. Ab diesem Moment galt nicht mehr nur der Mohn als Alkaloid sondern sie konnten auch industriell hergestellt werden. Das bekannteste aller Alkaloide ist das Morphium. Grundsätzlich unterscheidet man die Alkaloide in vier Punkten – der Herkunft, der Biogenese, der pharmakologischen Wirkung und der chemischen Struktur.