Libido ist ein Begriff, welcher aus der Psychoanalyse stammt. Libido bezeichnet die psychischen Energien, die mit den Trieben der Sexualität verknüpft sind. Libido ist heutzutage schon im Allgemeinen Sprachgebrauch und gilt auch als Synonym für sexuelle Lust und Begehren. Sigmund Freud hat mehrere Werke, die mit Libido zu tun haben. Nach seiner Triebtheorie sollen in der Kindheit die Triebe unterschiedliche charakteristische Entwicklungsphasen durchlaufen. Zu diesen Entwicklungsphasen zählen die orale, anale, phallische, dipale und die genitale Phase. Laut Freud führen Störungen in dieser Libidoentwicklung sogar zu psychischen Störungen.
Carl Gustav Jung hingegen sieht die Kraft von Libido als ein allgemeines Streben nach Etwas. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen ist die Stärke von Libido von Hormonen abhängig. Beim Mann sind dies die Sexualhormone Testosteron und bei der Frau gibt es regelmäßige Schwankungen bei den Menstruationszyklen. Mangelt es an Libido, wird dies als Frigiditt bezeichnet. Hat man dagegen eine krankhaft gesteigerte Libido, wird dies als Sexsucht bzw. Nymphomanie/Satyriasis bezeichnet.

