Richtige Ernährung

Bei der Erhaltung, sowie Aufbau der Potenz spielt die Ernährung eine grundlegende Rolle. Es geht dabei jedoch keineswegs um eine Diät, die man nur mit Mühe durchhalten kann, sondern einfach um die Änderung Ihrer Essgewohnheiten. Auch an dieser Stelle möchten wir anmerken, dass Nikotin Gift für Ihren Körper ist. Wenn Sie rauchen, dann sollten Sie damit aufhören. Besser heute, als morgen! Rauchen verursacht Verkalkungen an den Gefäßwänden. Davon sind aber die Gefäße in und um den Genitalien nicht ausgeschlossen. Auch diese Gefäße werden in Mitleidenschaft gezogen. Verminderte Durchblutung durch verkalkte Blutgefäße wirkt sich negativ auf die Erektionsfähigkeit aus. Für all diejenigen, die meinen, es allein nicht schaffen zu können, mit dem Rauchen aufzuhören, empfiehlt es sich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Krankenkassen bieten mittlerweile im Rahmen des Wohlfühlprogrammes Nichtraucherkurse an, aber auch Psychologen und Psychiater stehen hier den Willigen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Ein weiteres Gebot bei der richtigen Ernährung ist: Viel trinken! Der menschliche Körper ist auf Wasser angewiesen. Nicht nur die Haut und die inneren Organe benötigen Wasser um zu funktionieren, auch sämtliche Zellen im Körper. Jeder Mensch verliert im Laufe eines einzigen Tages etwa 2,5 Liter Flüssigkeit. Diese Menge an Flüssigkeit geht mit dem Urin, Stuhl und durch die Atmung „verloren“. Wer stark schwitzt, kommt täglich sogar auf etwa 6 Liter Flüssigkeit, die er verliert. Diese Menge gilt also auszugleichen. Mindestens 2 Liter Wasser sollte man täglich trinken. Wer viel schwitzt, sollte die Menge auf etwa 2,5 bis 3 Liter erhöhen. Dabei ist die Wahl des Wassers nicht zweitrangig. Mineralwasser ist großen Mengen ist schädlich für die Nieren. Besser ist dagegen Leitungswasser, oder stilles Quellwasser. Auch Kräuter- und Früchtetees eignen sich hervorragend. Tees, und Fruchtsäfte sollte man immer ungezuckert trinken. Statt Zucker lieber Honig, oder Süßstoff nehmen. Fruchtsäfte lassen sich hervorragend mit Wasser mischen. Kalte Getränke, direkt aus dem Kühlschrank nimmt Ihnen Ihr Magen übel. Besser ist Wasser auf Zimmertemperatur, auch im Sommer. Sie können leicht feststellen, ob Sie genug, oder zu wenig trinken. Dunkler Urin ist ein Zeichen dafür, dass Sie zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Ist Ihr Urin jedoch blass gelb, oder gar durchsichtig, dann haben Sie die richtige Menge an Flüssigkeit zu sich genommen. Wer zu wenig trinkt, belastet nicht nur seine Nieren, sondern schadet dadurch auch seiner Potenz. Lauwarmes Wasser morgens als erstes, und abends als letztes wirkt wahre Wunder. Koffein entzieht dem Körper Wasser. Wer auf seinen Kaffee nicht verzichten möchte, tut sich etwas Gutes, wenn er zu jeder Tasse Kaffee ein extra Glas Wasser trinkt. Das gleiche gilt auch für Alkohol.

Richtiges Essen muss gelernt sein. Entscheidend ist letztendlich nicht das, was wir essen, sondern die Art, wie wir essen. Es ist wichtig, den Körper auf die Nahrungsaufnahme vorzubereiten. Das kann durch ein kurzes Tischgebet geschehen, oder durch kurze Rituale, in dem man sich „sagt“: „Ruhe – Essen – Kauen – Verdauen.“ Es ist wichtig, die nötige Ruhe beim Essen zu haben. Der Fernseher, oder das Radio stören dabei nur. Gründliches Kauen hilft, das Essen richtig zu verdauen. Deshalb gilt: Essen Sie langsam und ruhig. Kauen Sie Ihre Nahrung richtig durch, bis es nichts mehr daran zu kauen ist. Wenn es soweit ist, setzt der Schluckreflex von selbst ein. Gründliches Kauen sorgt für einen deutlich verbesserten Speichelfluss, die Nahrung gelangt nicht trocken in den oberen Verdauungstrakt. Des Weiteren hat gründliches Kauen den Effekt, dass man schneller satt wird.

Ein weiteres Problem in unserer heutigen, hektischen Zeit ist, dass wir zu selten, dafür umso größere Portionen essen. Das ist grundsätzlich falsch. Besser und gesünder ist es, die Mahlzeiten auf fünf kleinere Portionen zu verteilen, und so fünfmal am Tag zu essen. Die Zwischenmahlzeiten sollten dabei Nahrungsmittel enthalten, die man auch als kleine Naschereien bezeichnen kann. Die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen eignet sich hervorragend für die tägliche Portion Obst. Ein Apfel, eine Birne, Banane, oder zwei Kiwis stillen den kleinen Hunger zwischendurch und versorgen den Körper zusätzlich mit lebensnotwendigen Vitaminen. Auch eine Möhre kann gegen den kleinen Hunger herhalten. Am Nachmittag, zwischen Ihrem Mittagessen und Ihrem Abendbrot können Sie mit ruhigem Gewissen eine Hand voll Nüsse knabbern. Wer keine Nüsse mag, kann auch Kürbiskerne, oder Sonnenblumenkerne naschen. Nüsse und Kerne sollten dabei auf jeden Fall ungesalzen sein! Es ist wichtig, dass Sie, wenn Sie satt sind, sofort aufhören zu essen. Der Spruch „Was auf dem Teller ist, wird gegessen“ hat schon lange ausgedient. Diabetiker wissen um diese Verteilung der Mahlzeiten. Der Insulinspiegel bleibt mehr oder weniger Konstant über den ganzen Tag. Die Bauchspeicheldrüse wird angeregt, die körperliche und geistige Leistung dadurch erhöht. Wer seine Mahlzeiten optimal zusammensetzt und verteilt, wird keine Heißhungerattacken haben. Für diese Umstellung benötigt der Körper Zeit. Diese Zeit sollte man dem Körper auch gönnen. Es wird in den ersten Tagen nicht leicht sein, doch nach ca. 2 Wochen hat sich der Körper umgestellt und Sie können Ihre neuen Essgewohnheiten genießen.

Es ist wichtig, dass Sie sich zu nichts zwingen. Sie müssen nichts essen, was Ihnen nicht schmeckt, oder wogegen Sie eine Abneigung haben. Ganz im Gegenteil. Essen Sie alles, was Ihnen schmeckt. Was dabei wichtig ist: eine Grenze zu ziehen. Lieber in Maßen, als in Massen essen. Süßigkeiten sind nicht verboten! Essen Sie ruhig ein Stück Schokolade, aber nicht eine ganze Tafel. Mit etwas Geduld werden Sie es lernen, Süßigkeiten für besondere Anlässe aufzuheben, und nur ein Stück zu essen. So bekommt die kleine süße Sünde einen besonderen Geschmack, den Sie umso intensiver genießen werden. Dasselbe gilt für besonders fetthaltige Schlemmer-Speisen, wie Schweinebraten, oder Entenbraten etc. Ein Wechsel von „normaler“ Schokolade auf Diätschokolade bringt kaum etwas. Da ist zwar der Zucker raus, dafür enthält sie deutlich mehr Fett, als normale Schokolade.

Zucker zu reduzieren klingt komplizierter, als es tatsächlich ist. Um die Sache besser zu verstehen, unterscheiden wir zwischen „schnellen Zucker“ und „langsamen Zucker“. Schneller Zucker ist in Süßigkeiten (Schokolade, Kuchen, etc.) enthalten, langsamer Zucker befindet sich wiederum in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Schneller Zucker gelangt schnell ins Blut. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel steigt an. Dabei springt die Bauchspeicheldrüse wie ein Motor an und produziert Insulin, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Dabei meldet das Insulin: „Zuviel Zucker = Ab ins Fettgewebe“. Der Zucker wird rasch ins Fettgewebe transportiert, der Körper meldet: Kein Zucker mehr da, Nachschub wird benötigt. So entsteht ein Teufelskreis, den man dann nur noch mit Mühe durchbrechen kann. Mit der richtigen Zuckerwahl verhindert man nicht nur Fettleibigkeit, sondern bewirkt man auch, dass man weniger Hunger hat. Zudem wird die Fettverbrennung kommt wieder in den Gang.

Zu einer intelligenten Esskultur gehört auch, Kohlenhydrate mit Eiweißen zu kombinieren. Diese Kombination verhindert eine zu schnelle Aufnahme von Zucker, bzw. wird sie deutlich verzögert. Besonders bewährt haben sich Kombinationen, wie Brot und Käse, oder Quark und Obst. Die Fette sollte man bei einer gesunden Ernährung auch nicht ganz vergessen. Der Spruch „Fett macht Fett“ ist nicht unbedingt richtig. Die Menge macht´s. Fett ist für unseren Körper lebensnotwendig. Mithilfe von Fetten werden bestimmte Vitamine aufgenommen (Fettlösliche Vitamine), zudem liefert Fett dem Körper Energie. Wir sprechen hier jedoch nicht – bzw. nicht nur – von Kalorien. Es geht hier vielmehr um gesunde Fette und ungesunde Fette. Pflanzliche Fette sind gesünder, als tierische Fette. Pflanzenfett enthält ungesättigte Fettsäuren, während tierische Fette gesättigte Fettsäuren enthalten. Ungesättigte Fettsäuren müssen wir mit unserer Nahrung zu uns nehmen, denn der Körper kann diese nicht selbst herstellen. Tierische Fette enthalten nicht nur gesättigte Fettsäuren, sondern auch Cholesterin. Cholesterin ist eine der Ursachen für Gefäßverkalkung. Zuviel Fett ist Ursache für Übergewicht, daraus resultierend führt Übergewicht zu Bluthochdruck, zu hohen Blutfettwerten, und mitunter auch zu Diabetes. Erhöhte Blutfettwerte tragen viel zu Arterienverkalkung bei. Ungesättigte Fettsäuren sind zwar gesünder, als gesättigte Fettsäuren, ein Zuviel davon macht aber auch krank. Deshalb gilt generell: Fettarm kochen, fettarm essen.

Eiweiß ist für die Zellen, Hormone, Immun- und Botenstoffe, sowie für Enzyme ein wichtiger Baustein. In der Ernährungswissenschaft werden 20 Aminosäuren beschrieben. Acht davon sind essentiell, das heißt, lebensnotwendige Stoffe, die man mit der Nahrung aufnehmen muss. Der Körper kann diese nicht selbst produzieren. Eiweiße sind aber nicht nur für die allgemeine Gesundheit wichtig, sondern auch für die Potenz. Eiweiße zu sich zu nehmen ist jedoch eine kleine Wissenschaft für sich, denn die Problematik besteht darin, dass diese in den Nahrungsmitteln meist in Verbindung mit Fetten vorhanden sind. Bestes Beispiel ist das Ei. Das Eiklar selbst ist frei von Fetten und enthält große Mengen dieses wichtigen Bausteins. Das Eigelb dagegen ist reich an Fetten und Cholesterin.

Wer sich richtig ernähren möchte, muss darauf achten, dass seine Nahrung alle Nährstoffe, die der Körper benötigt, enthält. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Eiweiß, Fett, Wasser, Ballaststoffe – all diese Dinge sollten in unserer Nahrung in ausreichender Menge enthalten sein. Vitamine sind nicht nur für unsere Abwehrkräfte und unser Zellwachstum sehr wichtig, sie unterstützen auch die Potenz, sowie die Spermien- und Hormonproduktion. Alle Vitamine sind wichtig. Es ist empfehlenswert, die Vitamine mit der natürlichen Nahrung aufzunehmen. Ein Mangel an Vitaminen kann zu Erkrankungen führen. Für die Potenz haben einige dieser Vitalstoffe eine besondere Bedeutung. So wird beispielsweise Vitamin E als DAS Sex-Vitamin bezeichnet. Dieses Vitamin spielt beim Sauerstoff-Transport eine große Rolle, zudem ist sie an der Hormonproduktion maßgeblich beteiligt. Vitamin C, auch als Ascorbinsäure bekannt, unterstützt nicht nur die natürlichen Abwehrkräfte. Dies zwar in erster Linie, doch seine positive Wirkung auf den Hormonhaushalt sorgt dafür, dass man deutlich mehr Lust auf Sex hat. Ein weiteres, überaus wichtiges Vitamin ist Vitamin A. Es ist überaus wichtig für die Bildung von Sexualhormonen, sowohl bei Frauen, wie auch bei Männern. Vitamin A ist für die Gesunderhaltung von Hodengewebe unerlässlich, zudem erhöht sich die Anzahl der Spermien bei Männern, die einen ausgewogenen Vitamin-A-Haushalt haben. Vitamin B beteiligt sich maßgeblich an der Produktion von Testosteron, dem männlichen Sexualhormon. Zink und Phosphor sind für die Potenz wichtige Stoffe. Ein Zinkmangel wird häufig vom Tabak-, Koffein- und Alkoholkonsum verursacht. Ein Mangel an Zink wirkt sich auf die Prostata negativ aus und beeinträchtigt auch die Bildung von fruchtbaren Spermien. Auch die sexuelle Lust leidet an einem Zinkmangel. Zusammenfassend kann man also sagen, wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt, wird kaum Potenzprobleme haben, zumindest keine, die auf einen Vitaminmangel zurückzuführen wäre.