Für eine Erektion ist das Zusammenspiel von Psyche, Hormone, Nervensystem, aber auch von Blutgefäßen notwendig. Ist das Gleichgewicht in diesem Zusammenspiel aus welchen Gründen auch immer gestört, kann eine Erektion nicht, oder nicht zufrieden stellend erfolgen. Ist dies der Fall, sprechen die Mediziner von erektiler Dysfunktion, oder auch Impotenz. Etwa 80% aller erektilen Dysfunktionen entstehen durch organische, bzw. körperliche Erkrankungen. Hierzu gehören vor allem Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, bergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, zu hoher Cholesterinspiegel, verschiedene Erkrankungen des Nervensystems, aber auch Prostataoperationen, oder Alkohol-, Medikamenten-, oder Drogenmissbrauch. Weitere Ursachen für Potenzstörungen findet man auch in der Psyche. Rund 20% der Fälle von Impotenz sind auf psychische Ursachen zurckzuführen. Hier werden vor allem Depressionen, Stress und Persnlichkeitsstörungen genannt.
In vielen Fällen ist die Impotenz ein Frühwarnsignal des Körpers. Sie kann andere, schwerwiegende Erkrankungen ankündigen, darunter nicht selten Schlaganfall, oder einen Herzinfarkt. Es ist also wichtig, wenn Männer mit Erektionsstrungen zu kämpfen haben, einen Arzt des Vertrauens aufzusuchen. Eine körperliche Untersuchung wird dem Arzt Aufschluss darüber geben knnen, wo die Ursachen fr die Potenzstrungen liegen. Nur, wenn man die Ursache kennt, kann man die Impotenz auch behandeln. Sind die Ursachen organische Erkrankungen, gilt es in erster Linie, die Grunderkrankung zu behandeln. Erst, wenn man die Grunderkrankung im Griff hat, kann man über die Behandlung der Impotenz sprechen.
Zu den Symptomen, die für Impotenz sprechen würden, zählen vor allem die nicht ausreichende Erektion, um einen Geschlechtsverkehr überhaupt ausüben zu können. Des Weiteren können Betroffene den Zeitpunkt der Ejakulation nicht mehr kontrollieren. In extrem seltenen Fällen kann eine Ejakulation gar nicht erst erfolgen. Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, müssen die Patienten ihrem Arzt eine Reihe ganz persönliche Fragen beantworten, hier insbesondere zu ihrem Sexualleben. Es ist auch wichtig, dass ein Gespräch mit beiden Beteiligten (Patient und dessen Partner/Partnerin) erfolgt. Erst dann ist es möglich, eine Therapie in Erwägung zu ziehen, bzw. zu beginnen.

