Aphrodisiakum

Aphrodisiaka sind meist natürliche Lebensmittel oder Bestandteile davon, die eine luststeigernde Wirkung haben sollen. Einige wirken sich erwiesenermaßen auf die Durchblutung oder andere Faktoren aus, die zur sexuellen Lust beitragen, während anderen Aphrodisiaka bislang keine Wirkung nachgewiesen werden konnte. Anders als Potenzmittel beseitigen Aphrodisiaka keine körperlich bedingten Potenzstörungen, sondern entfalten ihre Wirkung lediglich bei gesunden Menschen.

Was sind Aphrodisiaka?

Als Aphrodisiakum wird ein Lebensmittel oder ein Bestandteil davon bezeichnet, der sich förderlich auf körperliche Funktionen auswirkt, die mit der sexuellen Lust in Verbindung stehen. Oft wirken sie sich auf die Durchblutung aus. Streng genommen wirkt lediglich ein bestimmter Inhaltsstoff eines Lebensmittels aphrodisierend, beispielsweise Capsaicin in verschiedenen Paprika- und Chili-Arten. Außerdem können manche Medikamente und natürlich auch Geschlechtshormone eine aphrodisierende Wirkung auf den Menschen haben. Im Gegensatz zu Potenzmitteln handelt es sich bei einem Aphrodisiakum meist nicht um ein Medikament, sondern um einen natürlich vorkommenden Stoff in einem Lebensmittel. Er wirkt sich also nicht gegen körperliche Grunderkrankungen aus, sondern kann unter guten Voraussetzungen lediglich die sexuelle Lust aufkommen lassen.

Aphrodisierende Substanzen – damals und heute

Es gibt bis heute eine lange Liste von Lebensmitteln und seltsam anmutenden Substanzen, die eine aphrodisierende Wirkung haben sollen. Vieles davon entstammt dem Volksglauben, die vermeintliche Wirkung ist heutzutage widerlegt. Maca beispielsweise galt als aphrodisierend, doch inzwischen weiß man, dass dem nicht so ist. Bei anderen Substanzen wie Chili hingegen ist erwiesen, dass das enthaltene Capsaicin die Durchblutung fördert und durchaus zu anderen Gedanken führen kann. Manche vermeintlich aphrodisierenden Substanzen wie das Pulver aus der Spanischen Fliege sind sogar regelrecht gefährlich.

Wie Aphrodisiaka wirklich wirken

Ein Aphrodisiakum löst kein körperlich bedingtes Potenzproblem oder eine Erektionsstörung. Auch kann es keine sexuelle Lust zwischen zwei Menschen aufkommen lassen, die kein Interesse aneinander haben. Viele aphrodisierende Lebensmittel gelten auch nur deswegen als solche, da sie eine bestimmte Form haben. Spargel erinnert beispielsweise an einen Phallus und unter einer Kirsche kann man sich ebenfalls viel vorstellen. Es gehört also zu einem aphrodisierenden Menü immer auch die „Chemie“ zwischen zwei Menschen und Verführung dazu. In der Kombination aber kann es natürlich nicht schaden, wenn durch eine großzügige Portion Chili die Durchblutung der Geschlechtsorgane angekurbelt wird.

Einen ausführlichen Artikel zum Thema Aphrodisiakum lesen Sie hier.

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