Abattage

Sexyklopädie-Beitrag aus:  12/2019

Abattage kommt aus dem französischen und bedeutet übersetzt Schlachtung. Der Begriff ist der BDSM- und Fetisch-Szene zuzuordnen. Dabei wird der sogenannte Sklave einer anderen Person zur Verfügung gestellt. Diese kann dem Untergeordneten Befehle erteilen oder ihn mutwillig erniedrigen. Dieses Spiel um Dominanz und Unterdrückung verschafft den beteiligten Personen einen hohen Lustgewinn.

Brutale Abattage als Fetisch

Meist gilt diese Devise: Je brutaler, grausamer und gewalttätiger die Handlungen sind, desto besser und intensiver wird der Fetisch empfunden. Auch in Pornofilmen kann die ganze Bandbreite dieser bizarren Praktiken gesehen werden. Es geht um die komplette Auslieferung der eigenen Person an einen sexuellen Partner oder mehrere Beteiligte. Dieser hat die absolute Kontrolle und kann Bestrafungen, beziehungsweise Züchtigungen vornehmen. Nicht nur die Handlungen oder die Hilfsmittel stehen dabei im Vordergrund. Auch die Verbalerotik nimmt einen entscheidenden Stellenwert ein. Beschimpfungen sowie Androhungen begleiten den eigentlichen Akt. Eingebaute Pausen der kommenden Schritte sowie das Flehen und Jammern der zu bestrafenden Person sind stets Bestandteil und von den beteiligten Personen gewünscht.

Abattage zu zweit oder in der Gruppe

Fesselspiele oder Gewaltszenarien können privat zu zweit zelebriert werden oder diese Praktiken werden in der Gruppe durchgeführt. Die Erniedrigung einer Person kann vor einer ganzen Gruppe erfolgen und wird umfangreich und für einen langen Zeitraum durchgeführt. Man spricht von Massenvergewaltigungen, beziehungsweise einer Art inszenierter Hinrichtung. Innerhalb dieser kommen verschiedene Praktiken (würgen, schlagen, fesseln, knebeln) zum Einsatz. Auch können Sextoys verwendet werden, die meist sehr gewaltsam und bestrafend benutzt werden. Es muss bei einer Abattage nicht zum Geschlechtsverkehr kommen. Vielmehr steht die Darstellung der Inszenierung im Vordergrund. Die leidende Person zieht daraus ihre sexuelle Erregung und kommt oftmals durch das Empfinden von Schmerzen zum Orgasmus.

Immer mit Codewort

Im Zusammenhang mit gewaltsamen Sexspielen und dem Drang zum Fetisch, ist ein großes Bedürfnis nach Gewalt. Laute Schreie vor Schmerz oder das Betteln auf eine Beendigung der Abattage gehören dazu. Allerdings gibt es bestimmte Code-Wörter, die nur im Notfall benutzt werden. Fallen diese Begriffe, ist ein Ende der Vorstellung sofort erforderlich. Alle Beteiligten sollten sich an die vereinbarten Regeln halten und das erforderliche Abbrechen der Handlungen nicht übergehen.

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