Abhängigkeit

Abhängigkeit spielt im BDSM-Bereich eine Rolle und beschreibt die Beziehung zwischen einem Sklaven und seinem Herren. Der Abhängigkeitsgrad variiert dabei je nach erhoffter Intensität der Beziehung. Sie kann im Extremfall sogar so weit gehen, dass der Top in dieser Beziehung Finanzen, Freizeitgestaltung und soziale Beziehungen des Sklaven kontrolliert.

Abhängigkeit als sexueller Reiz

In einer Herren-Sklaven-Beziehung beruht das Zusammensein nicht auf Liebe, sondern auf der Abhängigkeit des Sklaven von seinem Herren. Es kann, muss sich aber nicht zwingend um eine Liebesbeziehung handeln. Sklave und Herr entscheiden vorab, welche Bereiche des Lebens der Herr künftig bestimmt und ob die Beziehung nur zu bestimmten Zeiten stattfindet oder künftig alle 24 Stunden des Tages beherrscht. Der sexuelle Lustgewinn für den Top rührt daher, dass er oder sie andere gern kontrolliert, dominiert und herabwürdigt. Der Bottom will fremdbestimmt werden und lässt sich bewusst auf eine Abhängigkeit von seinem Top ein, ohne den er nichts mehr alleine entscheiden darf.

Wie geht geht das?

Es gibt extreme Formen von abhängigen Sklaven, die ihren Herren erlaubt haben, über beinahe alles in ihrem Leben zu entscheiden. Sie haben nichts mehr von ihrem Einkommen, entscheiden nicht mehr selbst über ihre Freizeit und müssen fragen, bevor sie mit jemandem ausgehen oder Sex haben. Widersetzen sie sich, werden sie bestraft, weshalb sie natürlich manchmal absichtlich ungehorsam sind. Abhängig von den Entscheidungen des Top sind diese Sklaven so lange, bis die Beziehung beendet ist. Typischerweise bezieht sich das Bedürfnis, abhängig zu sein, auf einen oder wenige konkrete Lebensbereiche. Alle anderen bleiben davon unberührt und es gibt feste Zeiten, zu denen die Herren-Sklaven-Beziehung ausgelebt wird oder auch nicht.

Ist Abhängigkeit gefährlich?

Je nachdem, wie weit das Abhängigkeitsspiel geht, kann sich insbesondere der Sklave damit natürlich in gefährliche Situationen bringen. Es gibt Herren und Herrinnen, die ihre Dienste gegen Geld anbieten und dabei so viel verlangen, dass der Sklave seine eigenen Lebenshaltungskosten nicht mehr decken kann und versucht ist, trotzdem damit weiterzumachen. Eine solche Beziehung erfordert also auch viel Verantwortungsbewusstsein des Top, der darauf achten muss, seinen Sklaven durch diese besondere Beziehung nicht zu stark zu beeinträchtigen.